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Eigenes Live-System
Spracherkennung und Sprachmodell laufen auf dem eigenen Rechner
VoxaFlow ist eine Diktier-App von LOGIN für Mac und Windows. Gesprochenes wird auf dem Gerät erkannt und von einem kleinen Sprachmodell zu sauberem Text bereinigt. Stimme und Text verlassen den Rechner dabei nicht. Die Beta ist öffentlich und kostenlos.
Ausgangspunkt
Diktierdienste mit KI schicken die Aufnahme meist an einen Cloud-Dienst und erhalten den Text von dort zurück. Für Arztpraxen, Kanzleien, Steuerberater oder Entwicklungsabteilungen heißt das: Vertrauliche Inhalte gehen an einen weiteren Anbieter, mit Auftragsverarbeitung, Prüfung der Übermittlung und der Frage nach dem Speicherort.
VoxaFlow geht von einer anderen Annahme aus: Für eine klar umrissene Aufgabe reicht die Rechenleistung eines aktuellen Notebooks. Spracherkennung und Bereinigung laufen auf dem Gerät, auch ohne Internetverbindung.
Vom gesprochenen Satz zum fertigen Text
- Die Schreibmarke steht in einer beliebigen App, etwa im E-Mail-Programm, im Chat oder in einem Code-Editor. Eine Taste wird gehalten.
- Die Spracherkennung Parakeet TDT v3 wandelt die Sprache auf dem Gerät in ein Transkript um. Sie erkennt 25 europäische Sprachen automatisch.
- Ein kleines Sprachmodell aus der Qwen3-Reihe entfernt Füllwörter, übernimmt Selbstkorrekturen und setzt Satzzeichen. Die Formulierungen bleiben erhalten.
- Ein persönliches Wörterbuch und Fachpakete für Code, Medizin sowie Recht und Steuern sorgen dafür, dass Namen und Fachbegriffe richtig geschrieben werden.
- Nach dem Loslassen steht der Text an der Schreibmarke, ohne Kopieren und ohne Einrichtung pro App.
- Im Befehlsmodus wird markierter Text per Sprache umgeschrieben, zum Beispiel freundlicher formuliert, in Stichpunkte gefasst oder übersetzt.

Weil VoxaFlow schon während des Sprechens verarbeitet, steht der Text nach einem 95 Sekunden langen Diktat etwa 1,2 Sekunden nach dem Loslassen da. Gemessen mit VoxaFlow 0.6.5 auf einem Mac mit M3 und dem Bereinigungsmodell Qwen3 4B.
Was die App überhaupt sendet
Lokale Verarbeitung lässt sich nachprüfen. VoxaFlow baut genau drei Verbindungen auf, alle zu eigenen Servern in Deutschland, betrieben bei Hetzner. Stimme, Texte, markierte Inhalte und die genutzten Apps gehören nicht dazu.
- Modelle laden: einmal nach der Installation, etwa 2,5 GB
- Update-Prüfung: einmal am Tag, abschaltbar
- Lizenzprüfung: gehashter Gerätecode, App-Version und gegebenenfalls der Lizenzschlüssel
- kein Tracking, keine Weitergabe an Dritte
Ein automatischer Netzwerktest startet die App, protokolliert jede Anfrage und schlägt fehl, sobald ein anderer Server auftaucht.

Was sich auf Unternehmen übertragen lässt
VoxaFlow zeigt, was ein kleines Modell auf normaler Hardware leisten kann. Dasselbe Prinzip eignet sich für Aufgaben, bei denen Inhalte das Haus nicht verlassen sollen.
Diktat in Praxis und Kanzlei
Befunde, Arztbriefe, Schriftsätze oder Aktennotizen werden diktiert, ohne dass Gesprochenes an einen Cloud-Dienst geht.
Vertrauliche Dokumente
Ein lokales Modell fasst Verträge, Personalunterlagen oder Angebote auf einem Rechner oder Server im eigenen Netz zusammen.
Arbeiten ohne Netz
Im Außendienst, in der Produktion oder auf Baustellen arbeitet die Anwendung auch ohne stabile Verbindung.
Nachprüfbarer Datenfluss
Ein Netzwerktest wie bei VoxaFlow wird Teil der Abnahme. Er belegt, welche Verbindungen eine Anwendung aufbaut.
Lokale Modelle sind kleiner als die großen Cloud-Modelle. Ob eine Aufgabe damit zuverlässig gelingt, klären wir im Prozesscheck an echten Beispielen.
Verfügbarkeit
VoxaFlow ist als öffentliche Beta für Mac und Windows erhältlich und bis 31. Januar 2027 kostenlos. Der Verkauf beginnt am 1. Januar 2027, als Einmalkauf ohne Abo. Eine iPhone-Version ist in Vorbereitung.
- Mac: macOS 14 oder neuer, Apple Silicon (M1 oder neuer)
- Windows: Windows 11, 64 Bit, Intel- oder AMD-Prozessor
- iPhone: für Geräte mit Aktionstaste, erscheint später
- Fachpakete für Code, Medizin sowie Recht und Steuern, in der Beta enthalten

