
So funktioniert es
Du setzt den Cursor dorthin, wo der Text hin soll, hältst die fn-Taste, sprichst und lässt los. Etwa eine Sekunde später steht der fertige Text an der Cursorposition, mit Satzzeichen und Groß- und Kleinschreibung. Das funktioniert in jeder App, in die du klicken kannst: Mail, Slack, Notion, Notes, Terminal, Cursor, VS Code oder Claude Code. VoxaFlow tippt wie eine Tastatur, es gibt also nichts pro App einzurichten und nichts zu kopieren.
Bei langen Diktaten wartet die App nicht, bis du fertig bist. Sie verarbeitet den Text, während du noch sprichst. Gemessen habe ich mit Version 0.6.5 auf einem M3 Mac (Bereinigungsmodell Qwen3 4B): Nach einem Diktat von 95 Sekunden dauerte es 1,2 Sekunden, bis der Text da war.
Was VoxaFlow aus deiner Sprache macht
Die Spracherkennung liefert zunächst nur ein Transkript. VoxaFlow schickt es durch ein kleines Sprachmodell, das ebenfalls lokal läuft und daraus den Text macht, den du gemeint hast. Dabei passiert Folgendes:
Füllwörter wie „ähm“ oder „you know“ fallen weg, in jeder der unterstützten Sprachen. Korrigierst du dich mitten im Satz, bleibt nur die Korrektur stehen. Aus „Schick den Entwurf an Mark, nee, an Mike bis Freitag“ wird „Schick den Entwurf an Mike bis Freitag.“ Eine Denkpause mitten im Satz wird nicht zum Punkt. Und Namen, Produkte und Fachbegriffe aus deinem Wörterbuch schreibt die App so, wie du es festgelegt hast.
Das Ziel ist ein lesbarer Text in deinem Stil, kein umgeschriebener.
Command Mode: mit dem Text sprechen
Markiere einen Absatz, halte Control und fn und sag, was passieren soll: „mach das freundlicher“, „formuliere das als Stichpunkte“ oder „übersetze ins Englische“. Die Auswahl wird an Ort und Stelle umgeschrieben. Der Command Mode gehört zur Pro-Edition.
Datenschutz
Spracherkennung (Parakeet TDT v3) und Textbereinigung (ein Qwen3-Modell) laufen auf der Neural Engine und der GPU deines Macs. Schaltest du das WLAN aus, diktiert die App weiter. Die Audiodaten liegen nur während des Diktats im Arbeitsspeicher und werden danach verworfen.
Die App baut genau drei Verbindungen auf, alle zu eigenen Servern in Deutschland bei Hetzner:
Einmalig nach der Installation lädt sie die Modelle herunter, etwa 2,5 GB.
Einmal täglich fragt sie nach einer neuen Version. Das lässt sich abschalten.
Ab Version 0.8 prüft sie Beta-Status bzw. Lizenz, danach alle 30 Tage. Übertragen werden eine gehashte Geräte-ID, die App-Version und gegebenenfalls dein Lizenzschlüssel. Kein Name, keine E-Mail, keine Nutzungsdaten.
Stimme, Text, markierte Inhalte und die Liste der genutzten Apps verlassen den Mac nie. Ein automatisierter Netzwerktest startet die App, protokolliert jede Anfrage und schlägt fehl, sobald ein anderer als der eigene Server auftaucht. Eine Aufstellung aller Anfragen findest du auf voxaflow.ai/privacy.
Sprachen und Voraussetzungen
VoxaFlow erkennt 25 europäische Sprachen automatisch, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch. Du kannst mitten am Tag die Sprache wechseln, ohne etwas umzustellen. Voraussetzung ist ein Mac mit Apple Silicon (M1 oder neuer) und macOS 14 Sonoma oder neuer, dazu etwa 3 GB freier Speicher. Macs mit 8 GB Arbeitsspeicher nutzen automatisch ein kleineres, schnelleres Bereinigungsmodell, ab 16 GB kommt das größere zum Einsatz.
Coding Edition und iPhone
Für Prompts an Coding-Agenten entsteht gerade die Coding Edition. Sie soll Bezeichner und Dateinamen aus deinem Repository exakt schreiben, etwa SettingsView oder MAX_RETRIES, und hat einen Terminal-Modus für den Fall, dass ein Agent zuhört. Aus deutscher Sprache lassen sich außerdem englische Prompts erzeugen, wobei die Fachbegriffe erhalten bleiben. Die Edition ist in Entwicklung.
Eine iPhone-Version ist ebenfalls in Arbeit: Action-Button drücken, sprechen, der bereinigte Text liegt in der Zwischenablage. Ein Erscheinungsdatum gibt es noch nicht.
Preise
Aktuell kostet VoxaFlow nichts, die Beta enthält alle heute verfügbaren Funktionen. Sie läuft bis zum 31. Januar 2027, ohne Account, Kreditkarte oder E-Mail-Adresse. Ab dem 1. Januar 2027 gibt es drei Editionen, alle als Einmalkauf und mit einer Lizenz für zwei deiner Geräte:
Die Free-Edition bleibt kostenlos und bietet 2.500 Wörter pro Woche, bis zu 2 Minuten pro Diktat, die KI-Bereinigung und 25 Begriffe im Wörterbuch. Pro kostet 49 Euro und bringt unbegrenzte Wörter, Diktate bis 15 Minuten, den Command Mode, Snippets, den vollständigen Verlauf und eigene Stile mit. Die Coding Edition kostet 89 Euro und enthält alles aus Pro plus die Coding-Funktionen. Für die ersten 500 Käufer gelten Einführungspreise von 39 Euro (Pro) und 69 Euro (Coding). Wer in der Beta dabei war, bekommt den Einführungspreis garantiert.
Nach dem Ende der Beta läuft VoxaFlow als Free-Edition weiter, Wörterbuch, Einstellungen und Verlauf bleiben auf deinem Mac.
Download hier: https://voxaflow.ai